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Prinzipien für Unternehmensgründer

Von Michael Wunsch, Host Cool Ideas Society und Programmleiter ShoutOutLoud

Cool Ideas Society ist für alle da! Alle Personen, die Spaß daran haben, kollaborativ an Ideen zu arbeiten, kommen zu Cool Ideas Society. Für eine Gruppe von Menschen sind wir jedoch besonders ansprechend: Unternehmensgründer. Unterstützt durch die Cool Ideas Society Prinzipien und Methoden testen sie mit uns ihre Prototypen, erforschen ihre Zielgruppe und arbeiten an ihrem Geschäftsmodell. Für alle ist an diesen Abenden was dabei: Die Teilnehmer der Cool Ideas Society Abende freuen sich, bei der Entstehung von neuen Produkten dabei sein zu dürfen, die Unternehmensgründer erhalten Zugang zu neuen Perspektiven und die Hosts lernen, auch mit professionellen Settings umzugehen.

Cool Ideas Society ist seit einem halben Jahr in Rhein-Main unterwegs und hat seitdem bereits viele Unternehmensgründer unterstützt. Viele von uns sind selbst als „entrepreneure“ unterwegs und wissen, wie herausfordernd es sein kann, ein tragfähiges Geschäft aufzubauen. Als Reaktion darauf, haben wir uns auf die Suche nach belastbaren Prinzipien begeben, die die Unternehmensgründung ein wenig handhabbarer und verständlicher machen. Herauskristalisiert haben sich vor allem zwei Experten: Der Tech-Unternehmensgründer und Investor Paul Graham und die Forscherin Saras Sarasvathy. Bei den folgenden Listen an Prinzipien handelt es sich um eine kurze Zusammenstellung von Faustregeln, die in jedem Fall auf den praktischen Fall angepasst werden sollten.

Paul Graham hat ein sehr erfolgreiches Tech-Start-Up aufgebaut und an Yahoo! verkauft. Neben seinen Tätigkeiten als Programmierer, Autor und Speaker ist er Co-Gründer des Y-Combinators, einem der erfolgreichsten Tech-Inkubatoren der USA. Mit den Artikeln auf seiner eigenen Webseite erreicht er jährlich Millionen Menschen. Hier ist, was er über Unternehmensgründung zu sagen hat (von hier und hier zusammengetragen):

  1. Es gibt nur drei Voraussetzung für gute Start-ups:
    • ein gutes Team,
    • eine Lösung, die Kunden wirklich wollen und brauchen (nur echte Probleme sind wert gelöst zu werden) und
    • verwende so wenig Geld wie möglich.
  2. Eine Idee alleine ist nicht viel wert. Man sollte sich mit Ideen Zeit lassen – wenn sie organisch entstehen und Input von vielen Seiten erhalten, entfalten sie ihr volles Potential.
  3. Mache einen Prototyp so früh wie möglich und teste ihn an der Zielgruppe. Mache Dir Deine Hände schon frühzeitig dreckig!
  4. Gute Entrepreneure sind Menschen, die vollkommen in ihrer Tätigkeit aufgehen (er beschreibt sie als “being animals”).
  5. “The best way to discover startup ideas is to become the sort of person who has them.” Lebe dafür schon heute in der Zukunft, um zu erkennen, was zu ihrer Entfaltung noch fehlt.

Saras Sarasvathy hat mit ihrer Forschung über die Herangehensweisen von Unternehmensgründern die Welt der Start-Ups revolutioniert. In ihren Forschungsergebnissen konnte sie aufzeigen, dass jeder ein Unternehmensgründer sein kann – denn entrepreneurship kann man lernen. Hier ist eine leichte Faustregel mit dem Name Effectuation: Effectuation ist das Gegenteil zu Kausalität. Kausales Denken versucht ein vorbestimmtes Ziel durch eine bestimmte Anzahl von Mitteln zu erreichen. Die Realität der meisten Gründer ist jedoch nicht bestimmt von einem zu erreichenden Ziel. Sie fokussieren darauf, die zur Verfügung stehenden Mittel so geschickt wie möglich einzusetzen und aus diesen das bestmögliche entstehen zu lassen. Personen die in Termen von Effectuation denken, denken daher eher kreativ und transformativ. Folgende vier Prinzipien werden dabei von ihnen verwendet:

  1. Bird in Hand Principle – Beginne mit Deinen Mitteln! Warte nicht erst auf die perfekte Möglichkeit. Fange an, auf der Basis von dem was Du bereits um Dich hast, aktiv zu werden. Dabei hilft Dir Dein Wissen, Dein Netzwerk und Deine zur Verfügung stehenden Ressourcen.
  2. Affordable Loss Principle – Berechne erschwingliche Verluste! Betrachte Möglichkeiten aus dem Blickpunkt, was Du zu verlieren hast. Ist dieser Verlust tragbar? Wenn ja, dann mache es!
  3. Lemonade Principle – Ermögliche Zufälle! Jede neue Situation gibt Dir die Möglichkeit neue Entwicklungen zu nutzen. Sei flexibel und lege Dich nicht vorschnell fest.
  4. Crazy-Quilt Principle – Forme Partnerschaften! Wenn Du vertrauenswürdige Partner hast, brauchst Du Dich um Konkurrenz weniger Gedanken zu machen. Mit ihnen zusammen kannst Du die Zukunft aufbauen.

Wir hoffen, diese Prinzipien helfen Dir, Dich in Deiner Aufgabe als Host oder Unternehmensgründer besser zurecht zu finden. Schreibe uns doch gerne, welche Erfahrungen Du damit machst.

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